| |
Seite 15
3 HILFSMITTEL IM DIREKTMARKETING
3.1 Die Kundendatenbank
Im Gegensatz zum Massenmarketer, der in der Regel wenig über einzelne Kunden weiß,
müssen Unternehmen, die ein erfolgreiches Direktmarketing anwenden wollen, eine
Datenbank anlegen, die alle relevanten Daten enthält, vor allem jedoch individuelle
demographische Daten wie Einkommen, Alter, Familiengröße sowie psychographische
Fakten wie Meinungen und Neigungen, bisherige Käufe oder Interessensg ebiete.
Mit Hilfe dieser gezielt gesammelten Daten vermag ein Unternehmen viel präziser auf
die Bedürfnisse und Wünsche bestimmter Einzelkunden oder Marktbereiche
einzugehen, als dies durch den Einsatz von Massenmarketing der Fall ist. Da diese
Datenbanken häufig hunderte von Daten beinhalten - also weit über eine einfache
Adressenliste hinausgehen - können auch kleinste Gruppen von Konsumenten mit
gezielter Kommunikation und besonderen Angeboten erreicht und langfristige positive
Kundenbeziehungen aufgebaut werden.
"Eine Kundendatenbank für das Direktmarketing ist eine systematisch organisierte
Sammlung von Daten über einzelne Kunden, Interessenten oder mögliche Interessenten,
die für Marketingzwecke zugänglich ist und den Marketer handlungsf ähig macht. Zu
den Marketingzwecken gehören insbesondere das Aufspüren und Beurte ilen von
qualifizierten Interessenten, der Verkauf von Gütern und Dienstleistu ngen sowie die
Pflege der Kundenbeziehungen. Database Marketing beinhaltet den Aufbau, die Pflege
und die Benutzung von Kundendatenbanken und anderen Datenbanken (z.B. ü ber
Produkte, Zulieferer oder Händler) zum Zweck der Kontaktherstellung und
Geschäftsabwicklung"1.
3.2 Database Marketing und Computer Aided Selling
"Die zunehmenden Leistungspotentiale der Informationstechnologien ermöglichen
einen immer weiter gehenden Einsatz entsprechender Datenbanken. Heute speichern
71% aller Unternehmen in Deutschland Kundendaten, und jeder Deutsche über 18 Jahre
ist im Durchschnitt 52 mal in einer Unternehmensdatenbank abgespeichert. Im
Blickpunkt stehen dabei hauptsächlich die Konzepte des Database Marke ting und des
1
Kotler/Bliemel, Marketing-Management, S. 1118
|  |
|
| |
|
|